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LINCOLN
sehr könnerhaftes Drama, das auf jeglichen schnickschnack verzichtet und in der Ruhe liegende Kraft zum ???`? erhebt. So wird Day Lewis, der dafür bekennt ist, Filme zu „tragen“, aber auch zu beherrschen, zu seiner vermeintlich zurückgenommensten Schauspielleistung gezwungen oder verleitet oder inspiriert. Der Day Lewis, der so gerne und so gut kracht und scheppert, ist als Lincoln leise, ohne eigentlich reduziert zu sein – ein Schauspiel, das in seinem Rückgriff auf einstudierte Darstellungen und festes Regelwerk (siehe auch Jamie Foxx als Ray Charles) erwartbar wird und wenig Platz lässt für Verwunderung über den Zauber unkapriziöser Schauspielerleistungen Manchmal fast nicht zu ertragen, diese Nervigkeit in Stimme und Habitus dieses „grundguten“ Märchenlincolns (Suchsland, http://www.heise.de/tp/artikel/38/38423/1.html), dem der Widerspruch zwischen Dichtung und Wahrheit bzgl. Freiheit und Sklaverei als Beispiel für eine sich auf Eigentum konstituierende Nation, so völlig abgeht.
Wenn man dazu kommt, was denn eigentlich eindrücklich sein soll an diesem Film, an dem so nichts falsch ist, sind es doch die paar Momente Kino-Konvention, die immer gut funktionieren: Wenn sich die Sklaven-Hausfrau, die aber auch viel mehr als nur das zu sein scheint, enttäuscht abwendet ob der plötzlichen Kompromissfähigkeit des kompromisslosen Demokraten Stevens, zeugt das ein Bild, das eigentlich in einem Film wie diesem längst zu überwunden geglaubten....
Überhaupt Stevens, überhaupt Tommy Lee Jones: Eigentlicher Star des Films: HÄSSLICH UND ALT, wie selten gelungen. Ist natürlich auch Märchen, logisch. Aber mal nicht nur „Schulkino“ (ebenso Suchsland).
Stattliches Negerregiment auch.
sehr könnerhaftes Drama, das auf jeglichen schnickschnack verzichtet und in der Ruhe liegende Kraft zum ???`? erhebt. So wird Day Lewis, der dafür bekennt ist, Filme zu „tragen“, aber auch zu beherrschen, zu seiner vermeintlich zurückgenommensten Schauspielleistung gezwungen oder verleitet oder inspiriert. Der Day Lewis, der so gerne und so gut kracht und scheppert, ist als Lincoln leise, ohne eigentlich reduziert zu sein – ein Schauspiel, das in seinem Rückgriff auf einstudierte Darstellungen und festes Regelwerk (siehe auch Jamie Foxx als Ray Charles) erwartbar wird und wenig Platz lässt für Verwunderung über den Zauber unkapriziöser Schauspielerleistungen Manchmal fast nicht zu ertragen, diese Nervigkeit in Stimme und Habitus dieses „grundguten“ Märchenlincolns (Suchsland, http://www.heise.de/tp/artikel/38/38423/1.html), dem der Widerspruch zwischen Dichtung und Wahrheit bzgl. Freiheit und Sklaverei als Beispiel für eine sich auf Eigentum konstituierende Nation, so völlig abgeht.
Wenn man dazu kommt, was denn eigentlich eindrücklich sein soll an diesem Film, an dem so nichts falsch ist, sind es doch die paar Momente Kino-Konvention, die immer gut funktionieren: Wenn sich die Sklaven-Hausfrau, die aber auch viel mehr als nur das zu sein scheint, enttäuscht abwendet ob der plötzlichen Kompromissfähigkeit des kompromisslosen Demokraten Stevens, zeugt das ein Bild, das eigentlich in einem Film wie diesem längst zu überwunden geglaubten....
Überhaupt Stevens, überhaupt Tommy Lee Jones: Eigentlicher Star des Films: HÄSSLICH UND ALT, wie selten gelungen. Ist natürlich auch Märchen, logisch. Aber mal nicht nur „Schulkino“ (ebenso Suchsland).
Stattliches Negerregiment auch.
pablohonig - 9. Jan, 16:27
