E.S.T. – Burghof Lörrach, 08. Mai 2008
Draußen herrschen etwa 27 ° C im Schatten und wer nicht hemdsärmelig gekleidet ist, sollte sich einen suchen um den Stich zu verhindern. Auch ich schlug mit der Wahl der Kleidung fehl. Ein kleines Missgeschick mit der Kaffeetasse, unmittelbar bevor ich losfahre um Sie abzuholen, zwingt mich dazu hektisch noch etwas überzustreifen. Das zweite Missgeschick schließt sich in Form eines Einbahnstraßenschilds an. Das dritte, das zum Glück das letzte des Tages sein wird, folgt mit dem Blitzer in der Katheuserstrasse. Doof, dass der Tacho nicht funktioniert und dass sich Dreißig Kilometer pro Stunde auf dem Fahrrad anders anfühlen.
Wortlos schraubt ein grauhaariger Träger einer rahmenlosen Brille neben mir an einem Stativ. Er richtet eine Kamera auf die Bühne aus, die später eine Nahaufnahme arbeitender Hände auf einen Hintergrund projiziert. Ich wundere mich, dass es auf Sitzfleischkonzerten Konvention zu sein scheint, dass wenige, gezwungene Gespräche von allen geteilt werden. Nervös versuche ich ein großes Bedienelement unmittelbar neben dem Stativ zu identifizieren. Ich scheitere und somit hört die Hübsche wieder einmal belanglosen Stuss aus meinem Mund. Schön ist es, es noch selbst zu merken.
Wanderhalbschuhe betreten die Bühne. Eine Verbeugung. Ohne Begrüßung beginnt ein Gefüge, das Faszination, wie ein Tubus die Luft, in mich hineindrückt. Eine kurze, unsichere Ansage, welche Themen man in der I
mprovisation hätte heraushören können, folgt.
Dynamik und Kreativität sind starke Fesseln und ich verstehe nicht, warum der Unbekannte vor mir unruhig sein kann. Nicht dass ich es nicht erwartet hätte, doch treibt mir die Teilnahme an dieser Innovation eine Freude bis unter die Augenlieder. Vielleicht hätten mir, einem Kurzsichtigen, bessere Plätze ein entspanntes Zusehen ermöglicht, doch der Gedanke versiegt und Zufriedenheit stellt sich ein. Der Zwang sitzen bleiben zu müssen wirkt jetzt ebenfalls fesselnd. Zuvor war er schlicht neu.
Soviel träges Klatschen verschwitzter Hände, dass noch einer drauf gesetzt werden muss und beim Versuch mitzumachen merke ich, dass auch meine Hände eher platschen als klatschen. Zum ersten Mal waren sie nicht für mindestens ein viertel des Auftritts in der Hosentasche oder hingen in der Luft, sondern hinterließen rote Abdrücke auf meinen Wangenknochen. Da ich feststelle, dass Sie auf Vinyl nie veröffentlichten, stellt sich mein Einkaufszettel als überflüssig heraus. Ein wenig enttäuscht darüber wird der abendliche Stadtspaziergang zum Fahrzeug angetreten. Die erschöpften Sinne und das Fahren sorgen für Ruhe im Auto. In den 45 Minuten Heimweg geht mir nicht mehr als ein: "verdammt, ich muss noch tanken“, über die Lippen. Schweigen. Ich merkte es selbst.
Wortlos schraubt ein grauhaariger Träger einer rahmenlosen Brille neben mir an einem Stativ. Er richtet eine Kamera auf die Bühne aus, die später eine Nahaufnahme arbeitender Hände auf einen Hintergrund projiziert. Ich wundere mich, dass es auf Sitzfleischkonzerten Konvention zu sein scheint, dass wenige, gezwungene Gespräche von allen geteilt werden. Nervös versuche ich ein großes Bedienelement unmittelbar neben dem Stativ zu identifizieren. Ich scheitere und somit hört die Hübsche wieder einmal belanglosen Stuss aus meinem Mund. Schön ist es, es noch selbst zu merken.
Wanderhalbschuhe betreten die Bühne. Eine Verbeugung. Ohne Begrüßung beginnt ein Gefüge, das Faszination, wie ein Tubus die Luft, in mich hineindrückt. Eine kurze, unsichere Ansage, welche Themen man in der I
mprovisation hätte heraushören können, folgt. Dynamik und Kreativität sind starke Fesseln und ich verstehe nicht, warum der Unbekannte vor mir unruhig sein kann. Nicht dass ich es nicht erwartet hätte, doch treibt mir die Teilnahme an dieser Innovation eine Freude bis unter die Augenlieder. Vielleicht hätten mir, einem Kurzsichtigen, bessere Plätze ein entspanntes Zusehen ermöglicht, doch der Gedanke versiegt und Zufriedenheit stellt sich ein. Der Zwang sitzen bleiben zu müssen wirkt jetzt ebenfalls fesselnd. Zuvor war er schlicht neu.
Soviel träges Klatschen verschwitzter Hände, dass noch einer drauf gesetzt werden muss und beim Versuch mitzumachen merke ich, dass auch meine Hände eher platschen als klatschen. Zum ersten Mal waren sie nicht für mindestens ein viertel des Auftritts in der Hosentasche oder hingen in der Luft, sondern hinterließen rote Abdrücke auf meinen Wangenknochen. Da ich feststelle, dass Sie auf Vinyl nie veröffentlichten, stellt sich mein Einkaufszettel als überflüssig heraus. Ein wenig enttäuscht darüber wird der abendliche Stadtspaziergang zum Fahrzeug angetreten. Die erschöpften Sinne und das Fahren sorgen für Ruhe im Auto. In den 45 Minuten Heimweg geht mir nicht mehr als ein: "verdammt, ich muss noch tanken“, über die Lippen. Schweigen. Ich merkte es selbst.
Räusper - 5. Okt, 15:54
