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Dienstag, 18. November 2008

auf dem klo hat das schaf seine freiheit

ein außergewöhnlicher ort keramischer wohlfühlerlebnisse unserer heutigen zeit ist wohl die toilette. ich wage zu behaupten, dass sich dort die menschheit in ihren sonst unterschiedlichsten verhaltensweisen einander annähert. beginnen wir mit einer öffentlichen toilette, die sich z.B. in einem kaufhaus befindet. wenn der körper einem unverzeihlich das alarmsignal für ausscheidung mitteilt, während man gerade die neu eingetroffenen burberry pullis bei h&m anprobiert oder im doulgas prügel-prinzessin campbells parfüm aufsprüht, versuchen wir trotzdem mit allen muskulären mitteln sowie gedanklicher ablenkung an die erfolgreiche, weitere shopping tour oder vergangene und zukünftige urlaubsausflüge, dieses zu übertünchen, um in heimatlicher gemütlichkeit sein geschäft zu verrichten. manchmal allerdings treibt einem die stärke dieses warnsignals den kalten angstschweiß auf die stirn. aus völliger ratlosigkeit, die aus der aktuellen situation hervorgeht, schmeißt man erstmal alles angefangene hin und schweift erst einmal bein an bein reibend hektisch durch den laden. verwandelt sich allerdings die angst in panik und der schweiß in schmerz, muss man wohl oder übel seinen gedanken freien lauf lassen und das ansässige wc aufsuchen. der wegweisenden pfennig (heute cent)-frau mit den gelben handschuhen folgend tritt man in eine vollkommen ungewohnte atmosphäre olfaktorischer und visueller unreize. nachdem man die dritte türe einer toilette mit der berühmten zwei-finger technik (wohlhabende menschen nutzen hier gummihandschuhe) öffnete und endlich auf vorhandenes klopapier stößt, tritt man ein und schließt mit anschließender kontrolle des abschlussmechanismus ab. ein tiefer blick in die schüssel lässt auf die richtige wahl des klotor 3 hoffen. mit dem einlagigen, ökologischen klo-schmirgel-papier, welches sich beim abreißen aufgrund keiner vorhandenen abreiß-perforierung in nicht nutzbare, meterlange fäden spaltet, legt man mehrlagig den rand der brille aus. hier muss ich immer sagen: ich scheiß auf die umwelt und nicht für sie, also könnte wenigsten für angenehmen toilettenpapier-komfort gesorgt werden. aber pustekuchen und weiter im geschäft, wird ja auch langsam dringend. vorher ist allerdings die unterscheidung zwischen balkon- und plumpsklo nicht zu vergessen. sollte man sich nicht in balkonien befinden, baut man sich aus weiterem klopapier eine art puffer den mal vorher schonmal als spürtrupp hinein wirft. somit bleiben einem unangenehme wasserspritzer in ungewohnte körperregionen sowie für andere deutlich lokalisierbare geräusche erspart. anschließend vollführt man in gewohnter, aber verkrampfter manier sein geschäft und belustigt sich mit klosprüchen längst vergangener tage. hat man eine ebenfalls praktizierende nachbarschaft kann man, falls möglich, die schuhgröße und preise erraten oder im kopf eine schuh-person zuordnung durchführen. hat der nachbar keinen dieser puffer bei sich eingebaut, kann man auch mal das alter und den gesundheitszustand des nebenans ausspekulieren. nach getaner arbeit kommt man erst gar nicht auf die idee die klobürste zu benutzen und hofft einfach auf ausreichende spülkraft. mit einem ohr an der tür erlauscht man, ob die luft davor rein ist. hierbei sollte man nur das ohr benutzen und nicht die nase. in windeseile verlässt man den fälschlicher weise genannten ort der stille und greift bei plötzlichem eintritt einer weiteren person an den hosenschlitz, um eine vermeintliche pissoir nutzung vorzutäuschen. sollte man keinen zahnarzt termin haben und außerordentlich neugierig sein, wäscht man sich ein wenig länger die hände, um den im bereits kennen gelernten nachbarschuh steckenden körper mit seiner vorstellung zu vergleichen. jubelschreie bei richtigkeit könnten allerdings ihr gegenüber an diesem ort erschrecken und verunsichern. also verlässt man nur schmunzelnd oder tränend den raum und wirft je nach dem ob die spülstärke ausreichend war oder nicht, der klofrau entweder mehr oder weniger münzen hin. einem ausgiebigen einkauf steht nun nichts mehr im wege, es sei denn die parkuhr ist abgelaufen.
ähnlich verhält es sich bei einer toilette beim besuchten freundeskreis. hier sind faktoren wie alt- und neubau entscheidend, da man in einem halbwegs sozialisiertem haushalt einen relativ reinen ort ohne die berühmte hepatitis b-rille vorfinden kann. allerdings können auch hier vorsichtsmaßnahmen wie puffer und auslegung der brille nicht schaden. wird auch hier wie auf öffentlichen toiletten die umwelt über das klopapier gestellt, befinden sie sich im falschen freundeskreis und sollten die flucht durchs toilettenfenster ergreifen. auch ein wichtiger faktor ist die zeit. in angenehmer gesprächsrunde fällt es auf, wenn man längere zeit fehlt und so steht man unter zusätzlichem druck, den man nicht unterschätzen sollte. sollte das klo in einer altbauwohnung direkt neben dem wohnzimmer anschließen, machen einem auch die 1,5 mm dicken papierzimmerwände zu schaffen. unter zeit-, körper- und wändedruck versucht man möglichst leise mit gezieltem einsatz entscheidender muskeln seine aufgabe zu erledigen. wahlweise zum puffer kann man auch den berühmten zwischenspüler anwenden. da passt ganz gut der satz, dass man im entscheidenden moment auch mal los lassen muss. man umgeht unangenehme geräusch- und geruchsituationen. bei der rückkehr in die runde spricht man dann noch von einem zusätzlich zum klogang geführten telefongespräch, um die beanspruchte zeit etwas zu legitimieren. das handy sollte man also zu klogängen unbedingt mitnehmen.
zum abschluss bleibt zu sagen: zu hause ist es am schönsten, aber nach diesen überlegungen doch irgendwie langweilig...

Samstag, 13. September 2008

The Dark Knight - abstrakt.

Das beste Universum ist immer noch das, in dem man nicht oft spüren muss, dass es einem nicht gut geht. Hagens Schmerz war seinem Herrn schon immer vorgekommen, als müsse er sich erst in seinem Körper materialisieren, um richtig zur Geltung zu kommen. Zu seinem Recht. Den Stellenwert einnehmen, den er verdient, als unübersehbares Zeichen der Warnung für später dienen, als etwas, das nicht einfach beiseite geschoben werden kann, in der Annahme, irgendwann in ferner Zukunft könnte es einen Zeitpunkt geben, an dem man sich mit seinem Unrat besser beschäftigen könne.

„Das ist die Nahtstelle, die Verbindung zwischen der heutigen Literaturliste, dem was aktuell unsere Generation definiert, und dem alten Zeug, das immer noch in diesen Literatursendungen auftaucht“, hört Hagen Francesco zu ihm sagen, der hält ihm dazu was eher Dünnes unter die Nase, magere 140 Seiten vielleicht, Hagen schaut nicht auf den Titel, will nicht wissen, was auf dem Cover steht, weil die Gefahr besteht, dass ihm dann ein Buch verloren gehen könnte, eines, das er nicht lesen wird, einfach deswegen, weil es von Francesco kommt. Nahtstelle, Scheisswort, untergebracht in einem Scheisssatz, in dem soviel Schwachsinn steckt, dass man sich wundern muss, woher dieser lächerliche Sack immer wieder die Energie hernimmt, die es ihm erlaubt, seinen geistigen Müll in seine Umwelt zu schleudern. Hagen sagt nichts, natürlich nicht, er hat sowieso in seinem ganzen Leben eher nichts gesagt, was ihm in den unterschiedlichsten Kreisen den Ruf eingebracht hat, ein ganz kleines Licht zu sein. Außerdem zieht seine Schweigsamkeit die Idioten wie Schmeissfliegen an, was bedeutet, dass Hagen viel Zeit damit zubringt, ungewünschte Lehrstunden erteilt zu bekommen, Halbwertszeit gleich Null. Heute heissen die Lehrer alle Francesco, morgen ganz anders, gleich bescheuert. Das ist ein Luxus, den sich zu leisten Hagen vorsätzlich beschlossen hat, er nennt die Arschlöcher heute Francesco und morgen vielleicht Reinhard und die Angeredeten nehmen das hin, als einziges Anzeichen von Hagens vielleicht doch bestehender Extravaganz. Es ist uninteressant geworden, welche Rolle gespielt wird, auf welchen Bauchnabel er sein Testament oder eine Liebeserklärung zu schreiben hat. Ist es eine Lage, in die er sich absichtlich gebracht hat, war es zwingend notwendig, nur ein falsches Gefühl, überhaupt nicht sein Wille, vielleicht nicht mal seine Schuld? Die Zeitspannen zwischen den Gedanken daran werden länger, die Gedanken selbst sind weniger zwingend geworden. Hagen wartet auf den Tag, an dem sie verschwunden sein werden.

Irgendwie ist das unwichtige Gespräch beendet worden, der unwichtige Francesco ist verschwunden, Hagen raus aus der Bibliothek auf der Strasse. Er denkt an einen anderen Menschen, einen, der Bedeutung hat für ihn, der ihn nicht loslässt, obwohl er sich das manchmal wünscht. Manchmal nicht. Der andere Mensch ist immer ein Spiegelbild gewesen, gleichzeitig seine Antithese, ein Fremder und ein Freund, eine Figur in seinem Leben, den er sich immer wieder mit Schrecken ansehen muss, weil er dort so viel erblickt, das er auch in sich erkennt. Die Erinnerung ist ein schreckliches Komödienspiel, der Schmerz in seinen Beinen, viel zu viel Luftfeuchtigkeit, ein Schwanz am falschen Ende der Bestie. Was wird aus ihm, wenn er sein ganzes Ich annimmt? Der Hass, der schlummert, lässt Wände zusammenrücken, wenn er einmal an die Oberfläche tritt. Hagen sieht die Strasse vor sich, jetzt ist er ganz friedlich, die Francescos des heutigen Tages bringen es allein nie fertig, Hagens Temperatur zum Siedepunkt zu treiben, ganz sicher nicht, sie werden es sowieso nie schaffen. Es ist alles ruhig um ihn herum, Hagen selbst ist so still, er entwirft das Konzept seiner gefühlten Geschichte, wie sie ohne ihn weitergeht, ohne und mit ihm, mit Bausteinen, die er hinzufügen wird und ohne diejenigen, die er für diesen Gegenpart entweder für entbehrlich oder gar für störend hält.

Die Füße rasen die Strassen entlang, bis der Bauch schmerzt, bis sie daran erinnert werden, dass sie auch nur Teil eines Ganzen sind und zur Ruhe gezwungen werden. Der Bauch fängt an, sich zusammen zu krampfen, die Lunge brennt wie Hölle. Hagen schaut sich kurz um, blindlings, nimmt seine Umgebung nicht wahr, alles verzerrt sich an ihm, vor Wut und Schmerz. Dann geht er weiter, in rasenden Gedanken, es dauert nicht lange, bis sich sein Gang erneut beschleunigt. Gleich wird er wieder anfangen zu rennen und es ist ihm bewusst, wie scheisse das aussehen muss, scheisse und beunruhigend, wie er mit ausgeglittenen Gesichtszügen durch die Innenstadt heizt. Menschen bleiben irritiert stehen, schauen nach möglichen Verfolgern, nach hinterher hetzender Polizei, dann kommt bestimmt einer, Held des Volkes, der sich ihm in den Weg stellen wird, um Gerechtigkeit walten zu lassen. Hagen wünscht sich so eine Fresse herbei, betet darum, diese Sau erst umzurennen, zurückzulaufen und seinem Hass den Gefallen zu tun und ihm Erlösung zu bringen. Hagen freut sich über seine lächerlichen Gedanken, narzisstischer Stuss, der sich so lange um sich selbst dreht, bis sein Ego vor Wolllust kotzen geht. Sein Kinn ist nass und klebrig geworden, Hagen lässt den Sabber an seinem Kinn, weil er genau da jetzt hingehört und rennt im engstmöglichen Kreis um eine nicht einzusehende Strassenecke, in der Hoffnung, dahinter steht ein widerlicher Nadelstreifen, ein widerlich stinkender Lastwagenfahrer, ein widerlich nervendes Kleinkind. Alle Träume sind bezahlt.

Hagen lächelt dunkel vor sich hin, weiss, dass die Distanz im Moment gross genug ist, um den Dämon achtlos beiseite zu fegen. Er geht die letzten Schritte bis zu seiner Wohnung. Denkt noch, „welcher Vollidiot hat sich hier gerade eine multiple Persönlichkeit vorgestellt? Wird das den Menschen denn nie langweilig?“

Es ist alles real. Zwei Menschen. Mit unterschiedlichen Jobs, die sich hin und wieder überschneiden.

Mittwoch, 10. September 2008

Requiem.

Guten Abend.

Wir sind heute zusammengekommen, um einen Mann zu ehren. Der in seinen zahlreichen, unterschiedlichen Lebensläufen doch so manchen tanzenden Stern geboren hat, wie der gottlose Nietzsche (dem möglicherweise verziehen ist) in seiner Tolldreistigkeit gesagt hat. Treffend, doch, in der Tat.

Viel ist von diesem Mann, der nun vielleicht das Glück hat, im Leichentuch eingewickelt die Messe vom großen Landschaftsgärtner persönlich gelesen zu bekommen, hinterlassen worden. Momente grosser Schönheit, hat er uns geschenkt, mahnende grosse Wörter in funkelnden Neonlettern hat er uns auf den Weg gegeben und doch fragen wir uns manchmal, ob der Widerspruch in uns nicht in seinen Fragmenten und Brüchen öffentlich gemacht wurde, ja, zur Ware geworden ist. Eine Chronik mochte er verfassen, doch was ist es geworden ausser Pünktchen und Komma? Eine Chronik ist kein Gefühl.

(Perspektivwechsel - ohne Konzept/Presto)

Wo ist der Anfang? Wir haben immer nur das Ende geschrieben und ein Buch, einen Film, sogar ein Bild auf dieses Ende hin bearbeitet. Das ist der Unterschied zwischen deinem Traum und unserer Wirklichkeit. Schreib den Anfang und komme immer wieder darauf zurück, wenn Du musst. Müssen hättest du immer wieder, doch Dich hat es andauernd zum Ende gezogen. Aber mit dem Ende kann man sich nur den Hintern abwischen. Zu mehr ist das Ende nicht gut.

Dieser Mensch hat viele Enden gehabt. Er hat sich dafür teilen müssen, immer wieder teilen. Nicht reproduziert hat er sich, um Neues aus Altem zu schaffen, diese Kraft hat er nie besessen, er konnte nur Schicht um Schicht seines Selbst abtragen. Diese Schichten waren eigenständig und doch aus demselben Material, von derselben Kraft und Schwäche durchzogen. Tolstoi, der nicht ganz so lange wie sein wahnsinniger deutscher Kollege brennende Luft ertragen muss, hat über seinen Bruder gesagt, dass er die gleiche Stärke gehabt habe wie er selbst. Aber er hatte vergessen seine Schwächen zu pflegen und wachsen zu lassen und so sei aus ihm nur ein glücklicher Ehemann und Vater von drei sehr brauchbaren Kindern geworden. Nun ist das alles überhaupt nicht tragisch, es fällt nur auf, dass man Schwäche immer gedeihen lassen kann, und es liegt in der seligen Natur des Menschen, sich andauernd dorthin hingezogen zu fühlen, wo das trübste Unkraut spriesst. Diese Pflanzen haben auch einiges für sich, sind sie doch stark und nur schwer zu brechen und Mensch kann sich einen vernünftigen Schutzschild aus ihnen bauen. Nun hat er sich die Schwäche umgekehrt und kann gewissenlos durchs Leben von anderen Menschen pflügen.

Ich schweife ab und erzähle zuviel von der Schwäche. Ich gehe nochmals zum Anfang (seht Ihr, meine Gäste und zugereisten Betroffenen, wie jeder immer wieder zu seinem eigenen Heil nur zum Anfang zurückkehren sollte?). Nein, die Schwäche hat nicht die Kraft als Gegenpart auszuhalten, sondern die Ermangelung von Kraft. Warum das so ist, müssen sie gelehrtere Leute fragen, ich habe diesen Satz zwar erfunden und geprägt, aber es bisher versäumt, darüber nachzudenken. Es gibt aber genügend geistreiche Männer und Frauen ausserhalb dieser Kirche, die das für wenig Geld gerne tun. Bestimmt kommen sie auch zu einem Ergebnis, nicht alle, aber mindestens einer, auch zu der Bestätigung meiner These. Wahrscheinlich einer von der Zeitung.

Die Ermangelung von Kraft. Davon gibt es viel. An Ermangelung fehlt es nur wenigen Menschen. Und die beklagen sich auch nicht darüber. Sie gehen einfach weiter nicht in die Kirche. Es gibt aber auch solche, die nicht in die Kirche gehen und Ermangelung besitzen, sie aber nirgends finden. Dabei haben sie sehr sorgfältig gesucht, sogar bei sich selbst. Diese Menschen bauen Kathedralen für Glaubensgemeinschaften, die kurze Zeit später auf Jahrmärkten zusammen mit Gänseleberpastete verkauft werden. Die Gotteshäuser stehen leer und still, was sollen sie auch schreien, aufregen bringt ja doch nichts.

Worauf ich hinauswill? Ich möchte meinen, dieser Mann, der da geschminkt in seinem herausgeputzten Aufzug vor uns liegt, war solch ein Mensch. Er wollte grosse Häuser bauen und nun zum Schluss hin hat er mitansehen müssen, wie sie ihm vor der Nase zusammengefallen sind. Und er hat das Ende doch so sehr geliebt, und dann hatte sich das Ende auf seine Bauten gesetzt und ihn gleich mitgenommen. Jede Schicht. Wir sitzen jetzt hilflos hier und müssen die Schichten zusammensetzen, die Steinchen, die immer noch gut zusammenpassen, weil sie viel Ermangelung von Kraft besaßen und sich nicht unabhängig voneinander weiterentwickelt haben. Aber es sind leider sehr viele und ich befürchte, selbst wenn wir alle Teile haben, haben wir nicht alle Teile, weil dieser arme Mann nie ganz war. Er ist nicht fertig geworden, er hat sich nur mit viel Wolle überdeckt und so seine leeren Räume durch die Stadt getragen.

So gibt es keine Chronik von ihm und es wird auch keine über ihn geben. Nur Notizzettel. Das ist schade, aber nicht zu ändern.

Wir können nur hoffen, dass sein Leichentuch keine Löcher hat.

Gute Nacht.

Donnerstag, 5. Dezember 1996

3. Eintrag

5.12.96

Der Ausflug

Familie Meier fährt an einem schönen Sonntagmorgen in den Wald. Sie machen ein Picknick, breiten die Decke aus und packen ihre Brotzeit aus. Die Mutter hat Brot mit gebratenem Fisch, Hähnchen mit Toast und zum Nachtisch Obst aus der Dose eingepackt. Sie essen mit viel Genuss. Als sie voll waren, fahren sie nach Hause. Aber sie ließen ihren Müll liegen. Am nächsten Tag macht der Förster seinen Rundgang. Da sieht er einen riesigen Müllhaufen. Mitten in diesem Müllhaufen findet er einen Briefumschlag. Er denkt sich: „So, jetzt müsste nur noch die Adresse der Übeltäter draufstehen, dann weiß ich schon, wer den Müll hier liegen gelassen hat.“ Tatsächlich findet er die Adresse.
Zwei Tage später klopft es bei Familie Meier an der Tür. Frau Meier öffnet sie. Da steht ein Postbote mit einem Päckchen. Er sagt: „Ich bekomme vier Mark Porto.“ Frau Meier zahlt die vier Mark und geht mit dem Paket ins Wohnzimmer. Sie macht es auf, ihr Sohn schaut gespannt zu. „Vielleicht ist es ein Geschenk von Opa.“, denkt er.
Als das Paket geöffnet ist, sehen sie nur Müll, Müll, Müll. Endlich entdeckt Frau Meier einen Zettel. Darauf steht: „Hiermit sende ich Ihnen Ihr Eigentum wieder zurück. Mit freundlichen Grüßen. Karl Baumheger Revierförster.“
Jetzt wird ihr einiges klar. Sie sagt: „Nächstes Mal werde ich den Müll ganz sicher mitnehmen.“

Schrift: 3-4

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